IMPULS–Interaktionstraining

Zielgruppe: Anleitung von Ehrenamtlichen und pädagogischen Fachkräften zu einer alltagsintegrierten Sprachförderung von Flüchtlingskindern 

Entwicklung: ZEL – Zentrum für Entwicklung und Lernen, Heidelberg durch Frau Dr. Anke Buschmann

Projektstart und Förderung: seit 2016

Weltweit sind fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Kriegen und anderen Notständen. Auch in Deutschland stehen Flüchtlinge seit Monaten im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion und damit verbunden auch die Frage einer chancenreichen Integration. Unter den tausenden Flüchtlingen befinden sich viele Minderjährige. 2015 lagen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 117.008 Asylanträge von Kindern und Jugendlichen bis zu einem Alter von 16 Jahren vor (BAMF, 2015).

Das erfolgreiche Erlernen der deutschen Sprache ist eine der zentralen Brücken zu einer gelingenden Integration. Aufgrund der Fluchtumstände kommt der Großteil an Flüchtlingen und insbesondere Kinder jedoch ohne jegliche Deutschkenntnisse in unser Land. Es stellt eine der größten Herausforderungen dar, eine Lösung dafür zu finden, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene möglichst rasch die deutsche Sprache erlernen können. Gerade junge Kinder, für die Deutschkurse nicht in Frage kommen, profitieren von einem Sprachlernen in ganz alltäglichen Situationen. Jeder, der sich ehrenamtlich engagiert oder sich in Fachkontexten wie Kindergarten oder Schule mit den ankommenden Kindern beschäftigt, kommuniziert mit diesen - meist begleitet und unterstützt von Mimik und Gestik - und hilft ihnen damit deutsche Wörter zu lernen. Dieser unkomplizierte und intuitive sprachförderliche Umgang mit den Kindern ist nicht nur wichtig zum Kennenlernen unserer Sprache; er gibt den Kindern auch Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen.